Union der Vetriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten (UdVA)
der CDU Münster

Gedenken am Vertriebenendenkmal nach 80 Jahren

Am 20.06., dem bundesweiten Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung, haben sich zu einer lokalen Gedenkfeier am Vertriebenendenkmal am Servatiiplatz auf Einladung von Frau Roswitha Möller vom Bund der Vertriebenen (BdV) und Herrn Nicholas Reuting von der Union der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten (UdVA) der CDU Münster e.V. zahlreiche Teilnehmer eingefunden, darunter mehrere Zeitzeugen.

Von links nach rechts: Nicholas Reuting, Stefan Leschniok, Mariya Sharko, werner Jostmeier MdL a.D. und Richard Halberstadt.
	
Von links nach rechts: Nicholas Reuting, Stefan Leschniok, Mariya Sharko, werner Jostmeier MdL a.D. und Richard Halberstadt.

Die Festrede hielt der stellvertretende Bundesvorsitzender der UdVA und MdL a.D., Werner Jostmeier. Er führte in seiner Rede allen die schwierige Situation vor Augen, als in diesen Tagen vor 80 Jahren meistens über Nacht Eisenbahntransporte mit 340.000 Vertriebenen Schlesiern in Westfalen einrollten – davon allein in den Kreis Münster 8.500. Es waren meistens Mütter mit Kindern sowie alte Menschen, oft traumatisiert, unterwegs ausgeplündert, durstig und halbverhungert; in der Anlaufstation Warendorf konnten Dutzende von betagten Menschen nur noch tot geborgen werden. Weiter informierte Herr Jostmeier die Anwesenden, dass Bischof von Galen sich aktiv für die Vertriebenen eingesetzt habe - hier und auch in Rom. Die Leistung der Vertriebenen beim Aufbau der Stadt Münsters stellte er ebenfalls heraus. Mariya Sharko, Leiterin des Vereins für ukrainische Sprache und Kultur in Münster e.V., setze in ihrem Redebeitrag unter anderem des Thema Vertreibung in den gegenwärtigen Bezug hinsichtlich des völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands und das dadurch entstandene Leid des ukrainischen Volkes.

Umrahmt wurde die Ansprache von einem aktuellem Friedensappell von der Leiterin der Sudetendeutschen Heimatstube, Karin Führich, vom Heimatverein Nienberge, Alfons Neuhaus mit einem Gedicht in plattdeutscher Sprache „Mak t up“ von Theo Breider sowie von einem jungen Bläserduo. Die Kranzniederlegung nahmen Roswitha Möller, Werner Jostmeier MdL a.D. und Nicholas Reuting vor. Zum Abschluss wurde die deutsche Nationalhymne gesungen.